Die dritte Hausgeburt mit Moni
- Monika Frey-Rahoui
- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Ich habe mir gewünscht, dass unser 3. Kind an dem Wochenende vor dem ET kommt, weil meine großen Kinder da bei meiner Mama waren und ich ehrlich gesagt auch nicht mehr wollte... ich habe das letzte Mal schwanger sein genossen, war aber bereit den Babybauch loszulassen und freute mich darauf, mein Baby in die Arme schließen zu können.
Wie auch die zwei größeren Kinder, habe ich mich für eine geplante Hausgeburt mit der wundervollen Hebamme Moni entschieden.
Ich habe mich während der ganzen Schwangerschaft tief verbunden mit meinem Baby
gefühlt und so habe ich ihn gebeten, wieder an einem Sonntag (so wie die vorigen Kinder auch) zu kommen - und voila - am Samstag um 22:00 habe ich beim ins Bett legen einen Blasensprung gehabt. Die vorigen Geburten gingen immer mit Wehen los und somit war die Situation neu - ich rief Moni an. Moni meinte, ich soll mich entspannen und wenn die Wehen losgehen, sie nochmal anrufen.
Die Wehen gingen kurz darauf los und Moni war in ca. einer Stunde (wegen langem Anfahrtsweg) bei uns.
Alles lief wunderbar. Ich vertraute mir, meinem Körper, meiner Hebamme. Ich fühlte mich selbstbestimmt und war schnell ganz in Trance. Anders als in meiner Vorstellung wollte ich NICHT in die Badewanne, sondern ins Wohnzimmer. Ich tönte bei jeder Wehe und mein Mann und Moni tönten mit mir. Ich fühlte mich gehalten, geerdet - in meiner Kraft.
Trotz anfänglicher Kopfschmerzen und einer noch nicht ausgestandenen Verkühlung war ich im Gebärmodus. Um ca. 02:00 war ich schon bereit fürs Pressen - es kam aber nicht. Dann hat sich mein Kopf eingeschalten und ich wollte UNBEDINGT schon mitpressen.
Aber mein Baby war noch nicht bereit.
Moni meinte, ich solle mich auf die Couch legen und etwas erholen. Die Wehen wurden stärker und ich wurde lauter. Die Abstände der Wehen wurden wieder größer. Ich und mein Mann schliefen zwischendurch ein. Moni war präsent und strahlte Ruhe aus. Ich ahnte, dass es noch ein bisschen dauern wird.
“Jede Wehe bringt mich näher zu meinem Baby”, spielte es eine Dauerschleife in meinem Kopf. Dann plötzlich um 04:25 - ich fühlte, dass ich pressen muss.
Ich wollte mich noch aufsetzen, aber ich spürte, es ist sogar das zu spät. Ich freute mich,
etwas “tun” zu können. Meine Stimme wurde lauter (ich brüllte :D) und ich war in meiner
ganzen Kraft. In der Urkraft der Weiblichkeit. Ich war bereit mein Baby zu empfangen. Ich
presste und ich hielt den Kopf in meinen Händen. Ein zweites Mal und es war vollbracht - ich konnte endlich mein Baby auf die Brust legen.
Ich war der glücklichste Mensch auf Erden.
Nach einiger Zeit kam auch der Mutterkuchen “rausgerutscht”. Wir ließen die Nabelschnur auspulsieren bevor mein Mann sie durchschnitt. Wir kuschelten ganz viel. Danach ging ich duschen und mein Mann wickelte das Baby. Noch eine Weile kuschelten wir und genossen die Momente.




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