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Positive Geburt im Geburtshaus

  • Autorenbild: Monika Frey-Rahoui
    Monika Frey-Rahoui
  • 18. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Um 01:30 wurde ich durch eine Wehe geweckt. Jetzt habe ich zum ersten Mal eine Wehe gefühlt und eindeutig erkannt. An Schlafen war nicht mehr zu denken, also bin ich auf die Couch ausgewandert.

Josef wurde um 03:30 wach und stand im Türrahmen und fragte "gehts los". Ich sagte "ich glaube schon". Die Wehen kamen da ca alle 12 min. Josef hat sich zu mir auf die Couch gelegt und ist nochmal eingeschlafen. Ich habe gerastet und versucht zu entspannen. 


Um 08:00 in der Früh haben wir im Geburtshaus angerufen und Moni hat abgehoben. Sie wollte mit mir telefonieren, damit sie hören kann wie es mir geht. Die Wehen kamen schon alle 4-5 min aber dazwischen war immer wieder mal eine längere Pause. Ich habe am Gymnastikball oder stehend am Tisch abgestürzt die Wehen veratmet. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch das Tens Gerät ausprobiert.

Gegen 13 Uhr haben wir nochmal mit Moni telefoniert. Sie hat gesagt, sie kann vorbeikommen aber wir haben uns dazu entschieden noch ein bisschen zu warten und dann ins Geburtshaus zu fahren. Gegen 17 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht. Wir haben zum Glück nur einen Fahrtweg von 10 min mit dem Auto. Darüber war ich sehr froh, da die Wehen im Auto schmerzhaft waren. 


Moni hat uns in Empfang genommen und ich habe mich gefreut,  dass das rote Geburtszimmer frei war, da ich gerne in die Badewanne wollte. Zuerst habe ich nochmal die Blase geleert und dann ging es auch gleich in die Badewanne. Im Wasser war es angenehm.  Die Wehen wurden dann recht schnell stärker, vielleicht weil wir im Geburtshaus waren und ich im Kopf abschalten konnte. 


Ich war in der Wanne im Vierfüßler Stand und Josef saß außen vor mir und hat meine Hände gehalten und wir haben gemeinsam die Wehen veratmet und dann mittlerweile auch vertönt. 

Die liebe Hebammenstudentin Louisa hat mir das Kreuz massiert und in der Wehe fest dagegen gedrückt. Ich habe die Wehen hauptsächlich im Kreuz gespürt, ich dachte, es zerspringt. So ging es Stunde um Stunde.

Dazwischen hat Moni immer wieder die Herztöne gehört.  Es war alles gut mit dem Baby (wir wussten das Geschlecht nicht). Sie hat mich immer wieder bestärkt, dass ich das gut mache. 


Nach gefühlten Stunden hat sie mich nochmal gefragt, ob sie schauen soll, wie weit ich geöffnet bin und diesmal hab ich es zugelassen. Der Muttermund war bei 8-9cm. Da hat mich etwas der Mut und die Kraft verlassen, weil es schon so lange ging und schon echt weh tat. 


Irgendwann meinte Moni dann ich soll aus der Wanne heraus. Heraussen saß Josef auf dem Bett und ich bin vor ihm gehockt. Dann gingen die Presswehen los und ich wollte dem Schmerz ausweichen und habe nicht mitgeschoben. Als ich dann meine letzte Kraft zusammen genommen habe und doch mitgeschoben habe, ging es sehr flott. Zumindest in meiner Erinnerung :)


Letztendlich wurde dann ein Mädchen im Vierfüßerstand geboren. Ich war so erleichtert und freudig und dachte nur, meine Füße dürfen jetzt nicht nachgeben und ich falle auf das Baby. Das es ein Mädchen ist, habe ich im ersten Moment gar nicht mitbekommen. Die Freude war groß und dann ging es auch schon zum Kuscheln ins Bett. 


Das einzige unangenehme war, dass ich dann zum Nähen noch ins Krankenhaus musste. Aber Hauptsache Mutter und Kind waren sonst wohl auf :)

 
 
 

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Dipl. Hebamme Monika Frey-Rahoui
Hauptstraße 27, 3422 Altenberg

Telefon: +43 699 19426857

Email: moni.hebamme@gmail.com 

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