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Die große Schwester war bei der Hausgeburt dabei..

  • Autorenbild: Monika Frey-Rahoui
    Monika Frey-Rahoui
  • 13. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Eigentlich hatten wir - wie schon bei unserer Tochter Diana - wieder eine Geburt im Geburtshaus geplant. Allerdings waren wir inzwischen nach Niederösterreich gezogen und mussten mit gut einer Stunde Fahrzeit ins Geburtshaus rechnen.

Diana hatte es mit 3,5 Stunden schon recht eilig gehabt. Moni riet uns daher, die Möglichkeit einer Hausgeburt im Hinterkopf zu behalten, da es bei unserem Sohn Levin eventuell noch schneller gehen könnte.

Sie gab uns auch Tipps, wie wir unsere Tochter gut vorbereiten konnten für den Fall, dass sie die Geburt miterleben würde.


Eine Woche vor dem Geburtstermin verlor ich gegen Mitternacht plötzlich Fruchtwasser. Wir waren sehr überrascht, denn so früh hatten wir noch nicht mit dem Kleinen gerechnet. Auch hatte ich schon erste Wehen im Abstand von 5 Minuten. Für mich war klar, dass wir nicht mehr ins Geburtshaus fahren würden. Moni sah das auch so und machte sich gleich auf den Weg zu uns.

Allerdings wurden die Wehen nach einem flotten Start wieder schwächer und die Abstände pendelten sich bei 9-10 Minuten ein.

Auf und ab gehen, in der Badewanne entspannen, auf dem Gymnastikball wippen - nichts half so richtig, die Geburt in Gang zu bringen.

Gegen vier Uhr morgens beschloss ich, wieder ins Bett zu gehen und noch etwas zu schlafen, da ich inzwischen ziemlich müde war.

Moni und mein Mann legten sich ebenfalls hin. 


Gegen 6 Uhr morgens ging es dann endlich richtig los. Die Wehen waren nun stark und kamen in kurzen Abständen. Ich stieg wieder in die Badewanne und mein Mann massierte mir den Rücken.

Moni und unsere zweite Hebamme Babsi, die inzwischen auch eingetroffen waren, hielten sich vorerst im Hintergrund.


Kurz vor halb acht wachte unsere Tochter auf und kam zu uns ins Badezimmer getapst. Im ersten Moment war sie etwas verwirrt, plötzlich so viele Leute im Bad zu sehen.

Sie hatte Moni und Babsi aber schon während der Schwangerschaft kennen gelernt, und so wanderte sie kurz darauf zwischen Papa und der Badewanne hin und her und beobachtete in Ruhe.


Endlich spürte ich die erste Presswehe, und ein paar Wehen später wurde unser kleiner Levin Su, wie schon seine große Schwester im Geburtshaus, ins warme Wasser geboren.

Ebenfalls wie seine große Schwester, hatte auch er seine Augen schon offen, und schaute entspannt herum.

Diana lief gleich in ihr Kinderzimmer und holte ein kleines Stofftier als Geschenk für ihr neugeborenes Brüderchen.

Noch in der Badewanne versuchte ich Levin das erste Mal anzulegen, und er dockte gleich an und begann zu nuckeln.

Wir ließen die Nabelschnur auspulsieren, und Diana durfte zuschauen, wie der Papa sie durchschnitt.

Dann gingen die drei ins Schlafzimmer, um im Bett zu kuscheln, während wir im Bad noch auf die Plazenta warteten.

Nachdem Moni und Babsi mir aus der Wanne geholfen hatten, ruhte ich mich mit dem Kleinen im Bett aus, während die anderen frühstückten.


Die Hausgeburt war für uns eine gute Entscheidung gewesen, denn so mussten wir nicht mitten in der Nacht samt Kind außer Haus, und Diana konnte die Geburt ihres Geschwisterchens in einer vertrauten Umgebung miterleben.



Die beiden lieben einander sehr, und ich bin sicher, dass die entspannte, geborgene Atmosphäre der Geburt und die gute Vorbereitung darauf viel dazu beigetragen haben!


 
 
 

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Dipl. Hebamme Monika Frey-Rahoui
Hauptstraße 27, 3422 Altenberg

Telefon: +43 699 19426857

Email: moni.hebamme@gmail.com 

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