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die zweite Geburt - eine Traumgeburt

  • Autorenbild: Monika Frey-Rahoui
    Monika Frey-Rahoui
  • 28. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

"Die zweite Geburt ist meist schneller". Diesen Satz habe ich oft in meiner zweiten Schwangerschaft gehört. Nach meiner ersten sehr langen und zähen Geburt, habe ich einfach gehofft, dass das auch wirklich so sein wird. 


Nach einer unkomplizierten Schwangerschaft, befand sich unsere kleine Maus noch etwas länger in Beckenendlage. Moni empfahl uns das Moxen und siehe da - eine Woche später lag sie in Schädellage und blieb dort auch bis zur Geburt. 

 

Der errechnete Termin war der 1.4., ich hatte aber so ein Gefühl, dass es noch im März soweit sein würde. 


Am 30.03. in der Früh war ich auf der Toilette, legte mich noch einmal ins Bett und spürte wie plötzlich eine große Menge Flüssigkeit austrat und nicht zu rinnen aufhörte. Wir kontaktierten Moni und mein Mann brachte kurz darauf unsere ältere Tochter zu meinen Eltern. Während er weg war, begannen die ersten Kontraktionen. 


Ich hatte bei dieser Geburt ein TENS-Gerät und wir legten es an, obwohl die Wehen zwar regelmäßig aber noch sehr schwach waren. Ich wechselte zwischen Pezziball und Seitenlage und war mir sicher, dass meine Tochter erst am 31.03. kommen würde, da die Wehen dann wieder sehr unregelmäßig, kurz und sehr leicht waren.


Ich legte mich um 14:30 Uhr wieder hin um mich zu entspannen, dann fingen die Wehen plötzlich an sehr schnell stärker zu werden und binnen einer Stunde musste ich die Wehen trotz TENS schon stark veratmen und mich an meinem Mann festhalten. Daher riefen wir Moni an und vereinbarten den Treffpunkt im Geburtshaus. Der Weg dorthin war sehr intensiv, ich hatte sehr kurze Wehenabstände und jede noch so kleine Unebenheit war stark spürbar. Ich freute mich, als wir direkt vor dem Geburtshaus einen Parkplatz fanden und uns die Hebammenstudentin schon entgegen kam. Das war gegen 16:45 Uhr. 


Am Weg ins Geburtszimmer musste ich mehrere Wehen im Stehen veratmen. Moni merkte sehr bald an meiner Art zu atmen, dass ich schon sehr weit fortgeschritten war. Angekommen im Geburtszimmer folgte ein regelrechter Wehensturm und Moni sagte (ohne meinen Muttermund abzutasten), dass ich wohl gerade in der Übergangsphase sei. Ich konnte es kaum glauben, dass alles so schnell ging und dass Moni so eine gute Einschätzung machen konnte, verblüffte mich. Ich wollte noch einmal auf die Toilette gehen, bevor es ernst wurde. Auf der Toilette hatte ich eine Wehe und schaltete unabsichtlich des TENS-Gerät aus. Dann merkte ich erst wie sehr es mich die ganze Zeit unterstützt hatte, denn die Wehe ohne TENS war um einiges intensiver. 

Am Weg zurück von der Toilette spürte ich schon den Pressdrang. 

Eigentlich hatte ich den Wunsch gehabt, in der Austreibungsphase in der Badewanne zu sein. Doch dazu hätte ich das TENS-Gerät runtergeben müssen und so entschied ich, wie bei meiner ersten Geburt, auf den Hocker zu gehen. Zwei Presswehen später war der Kopf schon geboren. Es war so eine Erleichterung zu wissen, dass das Schwierigste geschafft war und mit der nächsten Wehe wurde meine Tochter Lena um 17:59 Uhr in die Hände von Moni geboren. Ohne irgendeinen Eingriff (nicht einmal der Muttermund musste getastet werden), ohne Verletzungen.


Ich war unendlich glücklich und so erstaunt, wie schnell die Geburt diesmal war. Mein Mann konnte es auch kaum fassen, dass wir gerade einmal eine Stunde im Geburtshaus waren.


Ich war die gesamte Geburt so klar im Kopf, ganz anders als bei meiner ersten Geburt, wo ich oft mit den Gedanken weggedriftet bin und mich an wenig Details erinnern kann. 


Lena wurde mir sofort an die Brust gelegt und fing sehr bald darauf an zu saugen. Die Nachgeburt kam vollständig wenig später im Vierfüßler heraus.

Gegen 21 Uhr, nach allen Untersuchungen und einer stärkenden Hühnersuppe, ging es mit unserer Tochter schon nach Hause.


Die Plazenta wurde einige Monate nach der Geburt unter einem Maulbeerbaum in unserem Garten begraben.


Schon kurz nach der Geburt sagte ich zu meinem Mann, dass ich mir eigentlich gar nicht vorstellen kann, dass dies meine letzte Geburt gewesen sein soll, obwohl wir eigentlich gesagt haben, dass wir nur zwei Kinder wollen. Einfach weil es so schön und kraftvoll war. Ich bin Moni und allen im Geburtshaus so dankbar, dass es die Möglichkeit gibt, auf so natürliche, selbstbestimmte Art und Weise zu gebären.



 
 
 

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Dipl. Hebamme Monika Frey-Rahoui
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